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Immobilien-Angebot 26.11.2025
14:32:08
Zur Frage Sanierungskosten: Wird hier öfter mal gefragt, ist vielschichtig. Grundsätzlich gilt: schauen Sie sich an, was in genau der WEG, in der Sie kaufen wollen, schon alles gemacht wurde von den u.g. Bereichen (und zwar umfänglich, also punktuelle Reparaturen zählen nicht) und überschlagen Sie für den Rest die erwarteten Kosten, verrechnet mit dem ME-Anteil der Sie interessierenden Wohnung. Grundsätzlich gilt: was noch nicht gemacht wurde, kommt garantiert in den nächsten 5-15 Jahren, weil die Bauteile von Betongebäuden aus den 70ern einfach keine 60-70 Jahre gesund bleiben (veranschlagte Lebensdauer war ca. 50 Jahre). Wenn etwas schon saniert wurde, aber vor über 25 Jahren, dann ist zu rechnen, dass man auch das wieder neu auf die Liste setzen muß (alte Betonabdichtungen, alte Fassaden- oder Liftsanierungen aus den 90ern z.B.) - das ist anderswo auch so. Beherzigen muß man auch Kostensteigerungen und Inflation, wenn die Sachen noch nicht unmittelbar anstehen oder bereits ausgeschrieben sind.
Dazu kommen, das sollte man nicht vergessen, Sanierungen innerhalb der gekauften Wohnung: auch Heizungsrohre im Estrich und anderweitige Leitungen sollten erneuert werden (Restlebensdauer begrenzt); sollten die Fenster noch original sein, sollten diese denkmalkonform überarbeitet und mit neuen Scheiben versehen werden (15T bis 20T Euro geschätzt für 2 volle Fronten). Etc.
Relevante WEG-Sanierungsbereiche (hier für Hochbereich, kein Anspruch auf Vollständigkeit): Terrassenabdichtungen und -Beläge, Rückfassaden (Beton und asbesthaltige Verkleidung) und Giebel, Betonsanierung Frontfassade (sehr teuer seit 2018, mit 30T bis 40T Euro Anteil pro Wohnung darf man rechnen), Dächer und Dachentwässerungen (Fallrohre in den Schächten), Tiefgarage mit Gebäudefundamenten, Grundstücksentwässerung, Revision (Ent)Lüftungsanlage, Erneuerung Aufzüge, Betonsanierung der Fahrstraßenüberdachung, Stränge Trinkwasser + Heizung Kellerbereich, Steigstränge, Fernwärmeübergabestation, Betonsanierung Treppenhaustürme, Gebäudeelektrik, Kleinzeug wie Eingangsbereiche, Türen, Grünanlagen etc.
Perfekt saniert gibts nicht, die eine oder andere Kröte wird man generell bei einer Immobilie vergleichbaren Alters immer schlucken müssen und der Wohnwert im Dorf ist trotzdem hoch. Es kommt beim Kauf also eher darauf an, dass man für sich (und die Bank) alles realistisch einpreist, dass man also die monatliche Finanzierungsrate, das monatliche Hausgeld und die erwarteten Sanierungskosten, für die man monatlich etwas zurücklegen muß, gut stemmen kann (allgemeine ergooglebare Empfehlung: ca. 1% des Kaufpreises jährlich für Sanierungen zurücklegen, vorsichtshalber vielleicht etwas mehr im Olydorf - keinesfalls nur auf die Instandhaltungsrücklage verlassen! Auch wenn die WEG da ein paar Millionen drin hat, kommt die sie je nach ihrer Größe damit vielleicht nicht weit - 4 neue Aufzüge zum Beispiel kosten schon eine Million). Und: es ist besser, wenn eine noch unsanierte WEG Sanierungen plant, als wie wenn sie noch keine plant. Bei der planenden WEG leuchten einem zwar die Zahlen unangenehm entgegen, aber sie geht es immerhin an und irgendwann mittelfristig ist es dann toll saniert und erreicht auch wieder vollen Verkaufswert. Bei einer nicht planenden WEG sieht es kurzfristig zwar angenehmer aus, aber da kommen die Sanierungen dann eben später, geballter und teurer, und wenn man das dann nicht stemmen kann findet man auch niemanden, der einem die Wohnung dann zu einem vernünftigen Preis abnimmt. Es gibt vereinzelt WEGs im Dorf, die sind so gut saniert, dass ich schätzen würde, dass man bei Eigentum einer 90 qm-Wohnung die nächsten Jahre nur noch 5T-15T Euro Sonderumlagen zahlen wird, und dann erstmals halbwegs durch ist. Aber es gibt auch WEGs, wo noch so viel zu tun ist, dass ich sagen würde, dass pro Einheit da ein 6stelliger Betrag auflaufen könnte (Frontfassade 40T, Rückfassade 30T, TG und Fundamente vielleicht 20T - es läppert sich).

 
 
 
Immobilien-Angebot 20.11.2025
10:29:25
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Letzte Aktualisierung am 25.03.2025